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Monday, 27. April 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

3.000 Dollar Gewinn pro Sekunde: Fossile Konzerne auf Rekordkurs

Sechs der weltweit größten fossilen Energiekonzerne werden 2026 zusammen rund 94 Milliarden Dollar Gewinn erzielen – knapp 3.000 Dollar pro Sekunde. Diese Zahl macht deutlich, wie massiv die wirtschaftlichen Anreize sind, den fossil-basierten Status quo zu verteidigen. Während in Kolumbien ein internationaler Gipfel zum geordneten Fossilausstieg tagt, zeigt der Blick nach Mecklenburg-Vorpommern: Jeder Euro, der in regionale Erneuerbare fließt, stärkt lokale Wertschöpfung statt Konzerngewinne. Bürgerenergiegenossenschaften und Kommunen in MV können mit Wind- und Solarerträgen Gewinne erzielen, die direkt in der Region bleiben.

Superprofite fossiler Konzerne verdeutlichen das strukturelle Ungleichgewicht in der globalen Energiewirtschaft: Öffentliche Kosten des Klimawandels – etwa durch Extremwetter, Gesundheitsschäden und Infrastrukturschäden – stehen privaten Milliardenprofiten gegenüber. Solange diese Asymmetrie besteht, bleibt die demokratische Forderung nach einer sozial gerechten Energiewende drängend und legitim.

Für die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern zeigen diese Zahlen, wogegen kommunale Bürgerenergiegenossenschaften und regionale Solarprojekte ankämpfen: ein System, das fossile Gewinne subventioniert und erneuerbaren Alternativen strukturelle Hürden in den Weg legt. Der internationale Ausstiegsgipfel in Kolumbien signalisiert jedoch, dass der politische Druck auf Fossilkonzerne wächst – und dass Regionen wie MV, die bereits stark auf Wind- und Solarenergie setzen, Teil einer globalen Vorreiterbewegung sind. Je schneller internationale Rahmenbedingungen für einen fossilen Ausstieg geschaffen werden, desto besser die Investitionssicherheit für erneuerbare Projekte in der Fläche.