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Tuesday, 19. May 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Abholzung von Mangroven setzt gespeicherten Kohlenstoff frei und schadet dem Klima

Eine Feldstudie in kenianischen Mangrovenwäldern belegt, dass die gezielte Entfernung von Mangrovenbäumen den Kohlenstoffhaushalt empfindlich stört und die Freisetzung von Treibhausgasen deutlich erhöht. Die Erkenntnisse unterstreichen die globale Klimaschutzfunktion von Mangroven-Ökosystemen und die weitreichenden Folgen ihres Verlusts. Für Mecklenburg-Vorpommern verdeutlichen diese Befunde, wie wichtig der Schutz analoger heimischer Kohlenstoffspeicher wie Moore und Küstenwälder ist. Die wissenschaftliche Evidenz aus kontrollierten Feldversuchen gilt als belastbar und liefert wertvolle Grundlagen für naturbasierte Klimaschutzstrategien.

Mangrovenwälder gehören zu den effektivsten natürlichen Kohlenstoffspeichern der Erde, gehen aber weltweit schneller verloren als Wälder an Land – vor allem durch menschliche Nutzung. Diese Studie liefert wichtige Belege dafür, dass insbesondere die Holzentnahme nicht nur den Lebensraum zerstört, sondern auch den Klimaschutzwert der Mangroven zunichtemacht. Für Länder wie Kenia unterstreicht das die Dringlichkeit, Mangroven besser zu schützen und nachhaltige Alternativen zur Holznutzung zu fördern.