Abriss statt Neubau: Mieterprotest in Schwerin-Krebsförden
Wohnraum ist ein Grundbedürfnis, und Abriss von Sozialwohnungen ohne gesicherte Nachfolgelösungen trifft zuerst die Ärmsten. Wenn kommunale Wohnungsgesellschaften abreißen, während gleichzeitig Wohnungsnot beklagt wird, entsteht ein gesellschaftlicher Vertrauensschaden, der schwer zu kitten ist. Transparenz über die tatsächlichen Alternativangebote für betroffene Mieter ist hier nicht optional, sondern demokratische Pflicht.
Für Schwerin und viele andere Städte in MV ist die Frage, was mit älterem Wohnbestand passiert, keine abstrakte Planungsdiskussion, sondern konkreter Alltag für tausende Haushalte. Abriss kann sinnvoll sein – aber nur, wenn betroffene Mieter verlässliche, zumutbare Alternativen erhalten und nicht einfach verdrängt werden. Kommunen, die den Wohnungsbestand steuern, tragen soziale Verantwortung, die über Rendite- und Sanierungslogik hinausgeht.