Cannabis-Clubs in MV: Sechs Vereine, aber der Schwarzmarkt läuft weiter
Eine Drogenpolitik, die den Schwarzmarkt zurückdrängen und Konsumenten schützen soll, funktioniert nur, wenn legale Alternativen auch tatsächlich erreichbar sind – nicht nur in der Großstadt. Solange das Angebot so dünn bleibt und Aufklärung sowie Suchtprävention im ländlichen Raum unterfinanziert sind, bleibt der gesellschaftliche Mehrwert dieser Reform weit hinter den Versprechen zurück.
Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet diese Zwischenbilanz vor allem: Sechs Clubs für ein ganzes Flächenland reichen nicht, um irgendetwas zu verändern. Wer nicht in Rostock oder Schwerin wohnt, hat von der Legalisierung praktisch nichts. Die eigentlich wichtigen Fragen – Prävention, Beratung, Jugendschutz auf dem Land – tauchen in der Debatte kaum auf. Kommunen und Sozialdienste brauchen jetzt verlässliche Mittel, keine weiteren Ankündigungen.