China verschärft Druck auf katholische Untergrundgemeinden
Religionsfreiheit ist ein fundamentales Menschenrecht, dessen Einschränkung durch staatliche Kontrolle ein Warnsignal für den Zustand offener Gesellschaften weltweit darstellt. Die Dokumentation solcher Repressionen durch unabhängige Organisationen stärkt die internationale Rechenschaftspflicht und schafft Grundlagen für politischen Druck – beides unverzichtbar für den Schutz ziviler Freiheiten auch über China hinaus.
Das Vatikan-China-Abkommen von 2018 steht exemplarisch für die Spannung zwischen diplomatischer Pragmatik und Menschenrechtsschutz. Die Erneuerung des Abkommens bis 2028 ohne öffentliche Transparenz und ohne päpstliches Veto bei Verstößen schwächt die Glaubwürdigkeit des Heiligen Stuhls als Menschenrechtsakteuer. Konstruktive Ansätze liegen in mehr Transparenz der Vereinbarung, klaren Bedingungen für ihre Verlängerung und koordiniertem Druck demokratischer Staaten auf Peking.