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Wednesday, 29. April 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

CO2-Konzentration im April 2026: Wo wir stehen und was wirkt

Die globale CO2-Konzentration hat im April 2026 laut Copernicus Climate Change Service voraussichtlich erstmals dauerhaft die Marke von 428 ppm überschritten und einen neuen saisonalen Höchstwert erreicht. Der langfristige Aufwärtstrend setzt sich damit fort, jedoch zeigt sich ein leichtes Abflachen der jährlichen Zuwachsrate – ein vorsichtig positives Signal, dass globale Emissionsminderungen allmählich Wirkung zeigen könnten. Für Mecklenburg-Vorpommern unterstreichen diese Zahlen die Dringlichkeit, den Ausbau erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen und die günstigen Voraussetzungen des Landes für Wind- und Solarenergie konsequent zu nutzen. Jede Kilowattstunde, die lokal aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird, trägt direkt dazu bei, den Aufwärtstrend der globalen CO2-Kurve zu bremsen.

Der anhaltende CO2-Anstieg unterstreicht, dass die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen noch nicht ausreichen, um die Konzentration zu stabilisieren – dafür müssten die globalen Netto-Emissionen auf null sinken. Positiv ist jedoch, dass der weltweite Ausbau erneuerbarer Energien 2025 mit über 700 Gigawatt Zubau ein Rekordniveau erreicht hat, der Anteil fossiler Brennstoffe an der Stromerzeugung erstmals deutlich unter 60 Prozent gefallen ist und Länder wie Dänemark, Schottland und Uruguay zeigen, dass nahezu vollständig erneuerbare Stromversorgung machbar ist. Entscheidend wird nun, ob die beschlossenen Klimaziele auch in den Sektoren Verkehr, Industrie und Landwirtschaft konsequent umgesetzt werden – dort liegen die größten verbliebenen Hebel zur Emissionsreduktion.