Deutschland fällt in Pressefreiheits-Ranking aus den Top Ten
Pressefreiheit ist das Fundament informierter Bürgerschaft – ohne sie können Machtmissbrauch und Korruption nicht öffentlich gemacht werden. Der Rückfall Deutschlands zeigt, dass strukturelle Probleme wie Medienkonzentration, Einschüchterung von Journalist:innen und wirtschaftlicher Druck auf Redaktionen reale Folgen haben. Wer keine starken Medien hat, hat auch weniger Chance, die Mächtigen zur Rechenschaft zu ziehen.
Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo lokaler Journalismus vielerorts ausgedünnt ist, trifft ein Rückgang der Pressefreiheit besonders hart: Wer berichtet über kommunale Entscheidungen, wenn die Lokalredaktion fehlt? Das Ranking sollte Anstoß sein, über Fördermodelle für gemeinnützigen Journalismus und Medienkompetenz in der Region neu nachzudenken. Ostdeutsche Perspektiven werden im nationalen Mediendiskurs oft übersehen – das ist kein Zufall, sondern eine strukturelle Lücke.