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Saturday, 18. April 2026
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Digitale Kluft schrumpft: 5 Milliarden Menschen online

Quelle: Our World in Data – ITU – CC BY

Eine positive Nachricht in Zeiten der Digitalisierung: Mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung hat mittlerweile Zugang zum Internet. Das zeigt die aktuelle Analyse der Internationalen Telekommunikationsunion (ITU) vom April 2026. Doch während die Gesamttendenz ermutigend ist, offenbaren sich beim Blick auf die regionalen Unterschiede noch immer erhebliche Disparitäten.

In Industrieländern ist digitale Teilhabe längst zur Normalität geworden. Hier nutzen über 90 Prozent der Bevölkerung das Internet selbstverständlich. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung in Schwellenländern: Länder wie Indien, Brasilien und Vietnam verzeichnen zweistellige Wachstumsraten bei der Internetnutzung. Diese Länder schließen die digitale Lücke schneller als je zuvor.

Andererseits zeigt sich: In vielen Regionen Subsahara-Afrikas und Südasiens bleibt der Zugang zur digitalen Welt noch Luxus. Infrastrukturmängel, wirtschaftliche Hürden und fehlende digitale Kompetenz sind dort nach wie vor Hürden. Doch auch hier gibt es Lichtblicke. Mobile-First-Strategien ermöglichen Menschen, die keinen Festnetzanschluss haben, erstmals Internetzugang.

Experten sehen in dieser Entwicklung großes Potenzial. Digitale Teilhabe eröffnet Menschen Chancen auf dem Arbeitsmarkt, ermöglicht Zugang zu Bildung und Gesundheitsinformationen. Länder, die ihre Bevölkerung digital befähigen, investieren in ihre wirtschaftliche Zukunft.

Um die verbleibende Lücke zu schließen, braucht es gezielte Investitionen in Infrastruktur, bezahlbare Tarife und digitale Schulungsprogramme. Internationale Organisationen und private Unternehmen arbeiten bereits an solchen Lösungen. Die Tendenz stimmt optimistisch: Die digitale Welt wird gleichberechtigter. Wenn dieser Trend anhält, könnte bis 2030 über 80 Prozent der Menschheit online sein und von den Chancen der Digitalisierung profitieren.

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