Erneuerbare Energien als Sicherheitsgewinn: Lehren für die Energiewende
Energieversorgungssicherheit ist eine öffentliche Grundaufgabe – wenn erneuerbare Energien diese Sicherheit erhöhen, stärkt ihr Ausbau unmittelbar das Gemeinwohl. Die Abhängigkeit von fossilen Importen hat zuletzt in Europa gezeigt, wie geopolitische Krisen direkt in Wärme- und Stromrechnungen der Bevölkerung durchschlagen, was besonders einkommensschwache Haushalte trifft. Dezentralisierung durch Solar und Wind verteilt Risiken breiter und macht Versorgung demokratischer.
Für Mecklenburg-Vorpommern ist das Argument unmittelbar anwendbar: Die Ostseeküste bietet ideale Bedingungen für Offshore- und Onshore-Wind, und das Land verfügt bereits über eine wachsende Zahl kommunaler Energieprojekte und Bürgerenergiegenossenschaften. Dezentrale Strukturen – von Balkonkraftwerken bis zu Gemeindewindparks – machen die regionale Versorgung robuster gegenüber externen Schocks. Das Sicherheitsargument kann politisch helfen, stockende Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und lokale Widerstände zu überwinden.