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Tuesday, 21. April 2026
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Erneuerbare Energien überholen Kohle erstmals in der Geschichte

Ein historischer Wendepunkt in der globalen Energieversorgung ist erreicht: Erneuerbare Energien wie Wind, Solar und Wasserkraft erzeugen weltweit erstmals mehr Strom als Kohle. Solarenergie hat sich seit 2015 mehr als verzehnfacht und übertrifft 2025 erstmals sogar die Windkraft. Rund 99 Prozent des weltweiten Nachfrageanstiegs wurden durch saubere Energiequellen gedeckt, während fossile Stromerzeugung zurückging. Die Energiewende ist damit keine ferne Vision mehr, sondern messbare Realität.

Die Überschreitung der Kohle durch erneuerbare Energien markiert einen strukturellen Wandel im globalen Energiesystem, der für Klimaschutzziele und Versorgungssicherheit entscheidend ist. Für offene Gesellschaften bedeutet dies mehr energiepolitische Handlungsspielräume und eine zunehmende Unabhängigkeit von fossilen Importen. Der Trend stärkt demokratische Staaten, die auf dezentrale und heimische Energiequellen setzen.

Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den windstärksten Regionen Deutschlands und profitiert unmittelbar von diesem globalen Trend. Der Befund aus dem Global Electricity Review 2026 des Thinktanks Ember zeigt, dass Investitionen in Wind- und Solarenergie systemrelevant werden – und unterstreicht die strategische Bedeutung des Ausbaus erneuerbarer Infrastruktur auch im Nordosten. Der Bericht liefert zudem Argumente für eine beschleunigte Energiepolitik auf Landes- und Bundesebene.