EU hält Umweltdaten von Rechenzentren unter Verschluss
Transparenz über den Ressourcenverbrauch großer Unternehmen ist eine Grundvoraussetzung für demokratische Kontrolle und informierte Klimapolitik. Wenn wirtschaftliche Interessen von Tech-Konzernen die Offenlegung ökologisch relevanter Daten verhindern, schwächt das die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft gegenüber der Klimakrise. Eine offene Gesellschaft braucht Zugang zu solchen Daten, um politische Entscheidungen fundiert treffen zu können.
Der Fall zeigt exemplarisch, wie Lobbyinteressen europäische Transparenzregeln aushebeln können. Dabei wäre gerade im Bereich digitaler Infrastruktur mehr Offenlegung nötig, um den wachsenden Energiehunger von KI-Systemen und Cloud-Diensten politisch zu adressieren. Langfristig braucht es verbindliche EU-weite Berichtspflichten, die nicht unter Verweis auf Geschäftsgeheimnisse umgangen werden können.