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Wednesday, 22. April 2026
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Lokale Wirtschaft

EU hält Umweltdaten von Rechenzentren unter Verschluss

Die EU hat entschieden, Umweltdaten großer Rechenzentren nicht öffentlich zugänglich zu machen, nachdem Tech-Konzerne auf den Schutz von Geschäftsgeheimnissen bestanden. Dabei steigt der Energie- und Wasserverbrauch digitaler Infrastrukturen weltweit deutlich an. Mehr Transparenz würde Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, die Umweltauswirkungen besser einzuschätzen und demokratisch mitzuwirken. Zivilgesellschaftliche Organisationen und Umweltverbände setzen sich weiterhin für verpflichtende Offenlegungspflichten auf europäischer Ebene ein.

Transparenz über den Ressourcenverbrauch großer Unternehmen ist eine Grundvoraussetzung für demokratische Kontrolle und informierte Klimapolitik. Wenn wirtschaftliche Interessen von Tech-Konzernen die Offenlegung ökologisch relevanter Daten verhindern, schwächt das die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft gegenüber der Klimakrise. Eine offene Gesellschaft braucht Zugang zu solchen Daten, um politische Entscheidungen fundiert treffen zu können.

Der Fall zeigt exemplarisch, wie Lobbyinteressen europäische Transparenzregeln aushebeln können. Dabei wäre gerade im Bereich digitaler Infrastruktur mehr Offenlegung nötig, um den wachsenden Energiehunger von KI-Systemen und Cloud-Diensten politisch zu adressieren. Langfristig braucht es verbindliche EU-weite Berichtspflichten, die nicht unter Verweis auf Geschäftsgeheimnisse umgangen werden können.