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Monday, 20. April 2026
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EU-Mercosur-Abkommen tritt in Kraft: Signal gegen Machtpolitik

Nach rund 25 Jahren Verhandlungen tritt das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur-Staatenbund am 1. Mai vorläufig in Kraft. Bundeskanzler Friedrich Merz empfing den brasilianischen Präsidenten Lula zu diesem Anlass in Berlin. Das Abkommen gilt als bedeutendes Zeichen für regelbasierte internationale Zusammenarbeit und stärkt die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Südamerika.

Ein multilaterales Handelsabkommen dieser Größenordnung stärkt die internationale Rechtsordnung und bietet eine Alternative zu bilateraler Machtpolitik einzelner Großmächte. Für offene Gesellschaften ist regelbasierter Welthandel ein Fundament für Stabilität, Kooperation und gegenseitige Abhängigkeiten, die Konflikte unwahrscheinlicher machen.

Das Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens markiert einen Wendepunkt in der europäischen Handelspolitik hin zu aktiverer geopolitischer Gestaltung. Für Deutschland als exportorientierte Wirtschaft eröffnen sich neue Märkte, während die EU ihre strategische Autonomie gegenüber anderen Wirtschaftsmächten stärkt.