EU-Parlament entzieht vier polnischen Rechtsaußen-Abgeordneten Immunität
Der Entzug parlamentarischer Immunität ist kein bürokratischer Akt, sondern ein Signal: Niemand steht dauerhaft über dem Gesetz, auch nicht gewählte Volksvertreter. Für eine offene Gesellschaft ist das zentral – denn Immunität soll Abgeordnete vor politischer Verfolgung schützen, nicht vor berechtigter Strafverfolgung. Dass das EU-Parlament hier handelt, stärkt das Vertrauen in europäische Rechtsstaatlichkeit.
Der Fall ist symptomatisch für eine breitere Entwicklung: Rechtsaußen-Parteien in ganz Europa nutzen parlamentarische Privilegien gezielt als Schutzschild gegen juristische Aufarbeitung. Das EU-Parlament setzt hier ein Zeichen, das über Polen hinaus wirkt. Für die Demokratieförderung in Ostmitteleuropa ist das bedeutsam – gerade weil Polen nach Jahren des PiS-Regimes erst dabei ist, Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen.