EU-Parlament fordert einheitliche Regeln gegen sexuelle Gewalt
Ein gemeinsamer europäischer Standard beim Schutz vor sexueller Gewalt würde die Grundrechte von Millionen Menschen in der EU stärken und bestehende Schutzlücken schließen. Die Debatte ist ein Beispiel dafür, wie europäische Integration konkret das Leben von Bürgerinnen und Bürgern verbessern kann. Einheitliche Regeln schaffen zudem mehr Rechtssicherheit und verhindern ein 'race to the bottom' bei Schutzstandards zwischen den Mitgliedsstaaten.
Das Vorhaben des EU-Parlaments zeigt, wie demokratische Institutionen auf europäischer Ebene aktiv Grundrechte gestalten können. Für Deutschland bedeutet eine mögliche EU-Richtlinie eine Debatte darüber, welche nationalen Regelungen angepasst werden müssten. Die unterschiedlichen Positionen in Deutschland spiegeln eine breitere gesellschaftliche Diskussion über Zustimmung und Selbstbestimmung wider, die auch auf kommunaler und zivilgesellschaftlicher Ebene geführt werden sollte.