EU-Parlament plant 2-Billionen-Haushalt – mit Geld für bedrohte NGOs
Zivilgesellschaftliche Organisationen sind keine Randerscheinung – sie sind das Rückgrat demokratischer Gesellschaften, gerade dort, wo staatliche Strukturen versagen oder Menschen ohne Lobby ausgegrenzt werden. Wer NGOs finanziell austrocknet, schwächt die Stimmen derer, die keine andere Bühne haben. EU-Mittel können hier ein Gegengewicht bilden – aber nur, wenn sie unabhängig vergeben und nicht an politische Gefälligkeit geknüpft werden.
Für Ostdeutschland und Mecklenburg-Vorpommern ist diese Debatte besonders relevant: Viele kleine zivilgesellschaftliche Organisationen in der Region – ob in der Demokratiearbeit, in der Antirassismus-Arbeit oder in der Beratung von Menschen ohne Papiere – hängen an EU-Fördertöpfen, die politisch angreifbar sind. Ein gesicherter Rahmen auf EU-Ebene könnte genau diese Arbeit stabilisieren, die vor Ort oft von Ehrenamtlichen am Laufen gehalten wird. Die Frage ist, ob das Geld am Ende bei denen ankommt, die es wirklich brauchen – oder bei gut vernetzten Großorganisationen in Brüssel.