Europa baut Solarlieferkette: Wafer aus Spanien, Polysilizium aus den Niederlanden
Eine europäische Solarlieferkette stärkt die strategische Unabhängigkeit der EU beim Ausbau erneuerbarer Energien und macht die Energiewende weniger anfällig für geopolitische Lieferrisiken. Wer die Produktionsmittel kontrolliert, beeinflusst Preise und Verfügbarkeit – europäische Fertigungskapazitäten kommen damit langfristig auch Bürgerenergiegenossenschaften und kommunalen Projekten zugute, die auf bezahlbare Solarkomponenten angewiesen sind.
Für die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern ist eine funktionierende europäische Solarlieferkette kein abstraktes Zukunftsthema: Günstige und verfügbare Solarmodule sind die Grundlage für jeden weiteren Ausbau von Photovoltaik auf Dächern, Freiflächen und in Bürgerenergiegenossenschaften. Wenn Sunwafe 2029 die Produktion aufnimmt und Resilicon in den Niederlanden Polysilizium auf europäischem Boden herstellt, könnten Modulpreise stabiler und weniger abhängig von Importrisiken werden – das ist eine direkte Entlastung für kommunale Projektentwickler. Kritisch zu beachten bleibt, dass Sunwafe teilweise mit chinesischem Kapital arbeitet, was die Frage europäischer Technologiesouveränität nur teilweise beantwortet.