Goldman-Preisträgerin Yuvelis Morales kämpft gegen Fracking
Morales' Arbeit verdeutlicht, dass der Kampf gegen fossile Energien nicht allein eine technologische, sondern vor allem eine soziale und demokratische Frage ist – diejenigen, die am stärksten von Umweltzerstörung betroffen sind, müssen die lauteste Stimme im Diskurs haben. Ihr Erfolg stärkt das globale Narrativ, dass Bürger:innen aus betroffenen Gemeinschaften wirksame Akteure der Energiewende sein können. Das ist auch für Regionen wie MV relevant, wo Entscheidungen über Windkraft oder Biogasanlagen häufig über die Köpfe der Bevölkerung hinweg getroffen werden.
Der Goldman-Preis gilt als der wichtigste Umweltpreis der Welt – eine Auszeichnung auf diesem Niveau erhöht den internationalen Druck auf Regierungen und Konzerne, Fracking-Projekte zu stoppen. Für die Energiewende in MV zeigt dieses Beispiel: Bürger:innenbeteiligung ist kein Nice-to-have, sondern ein entscheidender Hebel. Kommunale Energieprojekte und Bürgerenergiegenossenschaften in MV können von diesem Modell lernen – Betroffene als Treiber statt als Betroffene zu behandeln macht Projekte robuster und demokratisch legitimierter.