Sonstiges
Großbritannien koppelt Strom- von Gaspreisen durch Festpreisverträge
Großbritannien setzt auf Festpreisverträge für ältere Wind- und Solaranlagen, die fast ein Drittel des Strommarktes abdecken. Damit sollen Haushalte und Unternehmen künftig besser vor Preisschocks durch volatile Gasmarktpreise geschützt werden. Es handelt sich um den bislang weitreichendsten Schritt zur strukturellen Entkopplung von Strom- und Gaspreisen auf der britischen Insel. Dieser Ansatz könnte auch für andere Länder als Modell dienen, um Energiepreise stabiler und planbarer zu gestalten.
Stabile und vorhersehbare Energiepreise sind eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Teilhabe und soziale Sicherheit. Das britische Modell zeigt, dass staatliche Eingriffe in Marktstrukturen gezielt Haushalte entlasten und gleichzeitig Investitionssicherheit für erneuerbare Energien schaffen können.
Das britische Festpreismodell für erneuerbare Energien liefert wichtige Impulse für die europäische Energiemarktreform, die ebenfalls auf eine Entkopplung von Strom- und Gaspreisen abzielt. Für Mecklenburg-Vorpommern als bedeutendes Windenergieland wären ähnliche Mechanismen ein möglicher Hebel, um Bürgerinnen und Bürger langfristig an günstigeren Gestehungskosten zu beteiligen.