Grundschleppnetz-Fischerei schadet Meeresboden und Klima
Intakte Meeresökosysteme sind eine Gemeinschaftsressource, deren Zerstörung alle trifft – Fischer, Küstenbewohner und das Klima gleichermaßen. Eine Reform dieser Fischereimethode würde nicht nur Artenvielfalt schützen, sondern auch CO2-Senken im Meeresboden erhalten und damit einen konkreten Beitrag zur Klimaneutralität leisten. Die wissenschaftliche Evidenz stärkt zivilgesellschaftliche Forderungen nach einer konsequenteren Umsetzung europäischer Meeresschutzgebiete.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner über 1.900 Kilometer langen Küste und einer aktiven Fischereiwirtschaft hat diese Debatte direkte Relevanz. Die Ostsee ist eines der am stärksten belasteten Meeresgebiete Europas – ein Verbot oder eine strenge Regulierung der Grundschleppnetzfischerei in Schutzgebieten könnte dort schnell wirksam werden. Gleichzeitig brauchen Küstenfischer faire Übergangsmodelle und wirtschaftliche Alternativen, damit der Wandel zu nachhaltigen Fangtechniken sozial gerecht gestaltet wird.