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Friday, 1. May 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Grundschleppnetz-Fischerei schadet Meeresökosystemen und Klima

Grundschleppnetz-Fischerei schädigt marine Ökosysteme und setzt erhebliche Mengen gespeicherter Kohlenstoffverbindungen frei, auch in Meeresschutzgebieten. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner langen Ostseeküste und bedeutenden Fischereitradition unterstreicht die zunehmende wissenschaftliche Evidenz den Handlungsbedarf bei der Fischereipolitik. Strengere Regulierungen und der Umstieg auf schonendere Fangmethoden könnten sowohl die Meeresökosysteme als auch die langfristige wirtschaftliche Grundlage der regionalen Fischerei sichern.

Intakte Meeresökosysteme sind eine Grundvoraussetzung für nachhaltige Fischerei, Klimastabilität und die Lebensqualität der Küstenbevölkerung. Die Zerstörung von Schutzgebieten durch industrielle Fischereimethoden untergräbt das Vertrauen in europäische Umweltpolitik und schwächt den Rechtsstaat im Bereich Naturschutz. Eine konsequente Durchsetzung von Schutzgebieten dient dem Gemeinwohl weit über Fischer und Küstenbewohner hinaus.

Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner langen Ostseeküste ist die Frage nachhaltiger Fischereipraktiken unmittelbar relevant – sowohl für die lokale Fischereiwirtschaft als auch für den Meeresschutz. Die Ostsee gilt als eines der am stärksten belasteten Meere Europas, und eine Reform der EU-Fischereipolitik könnte den Druck auf die heimischen Bestände und Ökosysteme spürbar reduzieren. Regional tätige Fischereibetriebe und Naturschutzorganisationen könnten von klareren europäischen Regeln und deren konsequenter Durchsetzung profitieren.