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Thursday, 21. May 2026
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International

Hinrichtungen 2025 auf höchstem Stand seit 40 Jahren

Die weltweiten Hinrichtungszahlen haben 2025 mit rund 2.700 Fällen den höchsten Stand seit über 40 Jahren erreicht, wobei der Iran mit mehr als 2.000 Hinrichtungen den mit Abstand größten Anteil trägt. Auch in den USA hat sich die Zahl der Hinrichtungen mit 47 Fällen nahezu verdoppelt. Diese alarmierende Entwicklung dokumentiert Amnesty International und ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, gemeinsam und entschlossen für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe einzutreten. Zivilgesellschaftliche Organisationen spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie Öffentlichkeit schaffen und politischen Druck aufbauen.

Die Todesstrafe ist eine der schwersten Verletzungen des Rechts auf Leben und widerspricht grundlegenden Prinzipien eines demokratischen Rechtsstaats. Der erneute Anstieg zeigt, dass internationale Menschenrechtsnormen unter Druck geraten und zivilgesellschaftliche Organisationen wie Amnesty International eine unverzichtbare Kontrollfunktion übernehmen. Für eine offene Gesellschaft ist die Auseinandersetzung mit solchen Entwicklungen essenziell – auch um dem Erstarken autoritärer Tendenzen weltweit entgegenzuwirken.

Die Daten von Amnesty International sind ein wichtiges Instrument der Rechenschaftspflicht gegenüber Staaten, die die Todesstrafe anwenden. Die EU, einschließlich Deutschlands, lehnt die Todesstrafe konsequent ab und setzt sich diplomatisch für ihre weltweite Abschaffung ein – dieser Bericht liefert konkrete Argumente für diese Positionierung. Zivilgesellschaft und Politik sollten die Erkenntnisse nutzen, um Druck auf Partnerstaaten zu erhöhen und Sanktionsinstrumente gezielt einzusetzen.