Hinrichtungen weltweit auf höchstem Stand seit 44 Jahren
Der Anstieg von Hinrichtungen weltweit ist ein Warnsignal für den Zustand des internationalen Rechtsstaatsprinzips und der Menschenrechte. Für eine offene Gesellschaft ist das Eintreten gegen die Todesstrafe ein Kernbestandteil des Einsatzes für die Unantastbarkeit der Menschenwürde – auch jenseits der eigenen Landesgrenzen.
Deutschland und die EU stehen in der Pflicht, den internationalen Druck auf Staaten zu erhöhen, die die Todesstrafe praktizieren. Zivilgesellschaftliche Organisationen wie Amnesty International leisten hier unverzichtbare Dokumentations- und Advocacy-Arbeit, die politische Entscheidungen beeinflussen kann. Die Zahlen machen deutlich, dass diplomatische und außenpolitische Instrumente konsequenter eingesetzt werden müssen.