Hochschule Stralsund: Internationale Studierende prägen BWL-Jahrgang
Internationale Studierende können strukturschwache Regionen wie Vorpommern beleben – wenn Bleibeperspektiven, Wohnraum und soziale Einbindung tatsächlich vorhanden sind. Für die offene Gesellschaft ist es ein positives Signal, dass eine Fachhochschule im Nordosten weltweit wahrgenommen wird. Ob daraus langfristige Bindung an die Region entsteht, hängt weniger von der Hochschule ab als von kommunaler und landespolitischer Gestaltungskraft.
Stralsund ist kein Hochschulstandort mit großstädtischer Infrastruktur – und genau das ist die eigentliche Frage hinter dieser Meldung. Wohin gehen diese Studierenden nach dem Abschluss, und was tut die Region, damit sie bleiben? Positive Zahlen bei den Einschreibungen sind ein Anfang, aber kein Selbstläufer. Kommunen und Landkreise in MV sollten das als Anlass nehmen, konkrete Bleibeangebote zu entwickeln – von Jobvermittlung über Wohnraumförderung bis zu echten Willkommensstrukturen jenseits von Hochschulbroschüren.