Regional MV
Hunderte Kulturvereine warnen vor nationalistischer AfD-Kulturpolitik
Hunderte Kulturvereine, Theater und Stiftungen haben sich einer gemeinsamen Warnung vor den kulturpolitischen Plänen der AfD angeschlossen, die auf eine nationalistische Ausrichtung der Kulturförderung abzielen. Diese breite zivilgesellschaftliche Reaktion zeigt, dass pluralistische Kulturarbeit für viele Menschen kein abstraktes Konzept ist, sondern gelebter Alltag. Für Mecklenburg-Vorpommern stellt sich die konkrete Frage, welche Vereine, Dorfkulturhäuser und freien Träger ihre Arbeit gefährdet sehen und wie die ländliche Kulturlandschaft bei dieser Debatte mitgenommen wird. Jetzt wäre der Moment, dass lokale Akteure in der Fläche Farbe bekennen und nicht nur die großen Städte die Diskussion bestimmen.
Kulturelle Vielfalt und unabhängige Kulturförderung sind wesentliche Grundlagen einer offenen Gesellschaft. Wenn Kulturinstitutionen und Fördervereine gemeinsam Stellung beziehen, stärkt das die demokratische Debatte über die Zukunft öffentlich geförderter Kultur.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist die AfD im Landtag stark vertreten, weshalb die bundesweite Diskussion über nationalistisch geprägte Kulturpolitik unmittelbare regionale Relevanz besitzt. Die zivilgesellschaftliche Vernetzung von Kulturvereinen kann als Modell dienen, um kulturpolitische Positionen öffentlich sichtbar zu machen und Gegenentwürfe zu formulieren.