ICC bestätigt Zuständigkeit: Duterte-Prozess rückt näher
Das Verfahren steht exemplarisch für die Fähigkeit internationaler Institutionen, staatlich organisierte Gewalt zur Rechenschaft zu ziehen – auch wenn sich Regierungen durch Austritt aus Verträgen entziehen wollen. Ein Prozess würde das Signal senden, dass politische Macht keine Immunität vor internationalem Recht garantiert. Für Opfer von Menschenrechtsverletzungen weltweit wäre ein Schuldspruch ein wichtiges Zeichen, dass Gerechtigkeit möglich bleibt.
Der Fall zeigt, wie internationale Rechtsmechanismen funktionieren können, wenn nationale Strafverfolgung versagt oder verweigert wird. Die Beständigkeit der ICC-Zuständigkeit trotz des philippinischen Austritts stärkt das Prinzip, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit keiner Verjährung unterliegen. Für die internationale Gemeinschaft ist der Ausgang dieses Verfahrens ein Präzedenzfall für künftige Fälle, in denen Staatsoberhäupter die Mitgliedschaft als Schutzschild nutzen wollen.