ICC bestätigt Zuständigkeit im Fall Duterte: Opferfamilien hoffen auf Gerechtigkeit
Der Fall illustriert, dass internationale Institutionen wie der ICC auch dann noch Gerechtigkeit ermöglichen können, wenn nationale Rechtssysteme versagen oder politisch blockiert werden. Für eine offene Gesellschaft ist dies ein Signal, dass Straflosigkeit für staatlich organisierte Gewalt keine Selbstverständlichkeit ist. Das Engagement der Opferfamilien zeigt zudem, welche demokratische Kraft zivilgesellschaftlicher Widerstand auch unter extremem Druck entfalten kann.
Der ICC-Prozess gegen Duterte setzt einen wichtigen Präzedenzfall für die internationale Strafverfolgung von Menschenrechtsverletzungen durch Regierungen. Er stärkt das Prinzip der universellen Rechenschaftspflicht und ermutigt Zivilgesellschaften weltweit, auch unter widrigen Umständen Zeugnis abzulegen und rechtliche Wege einzufordern. Für Europa und Deutschland ist das ein Anlass zu prüfen, wie Unterstützung für ICC-Verfahren und Opferschutzprogramme ausgebaut werden kann.