Investigativjournalist legt Buch über Nord-Stream-Sabotage vor
Investigativer Journalismus ist ein unverzichtbares Korrektiv demokratischer Gesellschaften – besonders dann, wenn offizielle Ermittlungen ins Stocken geraten oder politisch heikel werden. Die Aufarbeitung der Nord-Stream-Sabotage ist nicht nur eine Frage geopolitischer Verantwortung, sondern auch eine Frage, wer in Europa über Energieversorgung und Sicherheit entscheidet. Solche Bücher schaffen Öffentlichkeit dort, wo institutionelle Transparenz versagt.
Für Mecklenburg-Vorpommern ist die Nord-Stream-Pipeline kein abstraktes Symbol: Die Rohre liefen durch die Ostsee direkt vor der eigenen Küste, und die wirtschaftlichen und politischen Folgen der Sabotage trafen das Land spürbar. Ein Buch, das Zusammenhänge nachzeichnet, die Staatsanwaltschaften nicht öffentlich benennen, stärkt die gesellschaftliche Debatte darüber, wie verletzlich kritische Infrastruktur ist und wer dafür politisch haftet.