Wissenschaft & Gesundheit
Kann gezielte Polizeiarbeit an Kriminalitäts-Brennpunkten fair bleiben?
Eine aktuelle Studie zur gezielten Polizeipräsenz an Kriminalitätsschwerpunkten kommt zu einem ermutigenden Befund: Es gibt kaum wissenschaftliche Belege dafür, dass diese Strategie zwangsläufig zu diskriminierenden oder übergriffigen Praktiken führt. Im Gegenteil lässt sie sich offenbar mit einem als legitim wahrgenommenen Polizeiauftreten vereinbaren. Für die Sicherheitspolitik in Mecklenburg-Vorpommern könnte dies bedeuten, dass gezielter Ressourceneinsatz an Brennpunkten sowohl wirkungsvoll als auch gerechtigkeitskonform gestaltet werden kann.
Hot Spots Policing ist weltweit eine der am häufigsten eingesetzten modernen Polizeistrategien und nachweislich wirksam bei der Kriminalitätsprävention. Die Studie ist gesellschaftlich relevant, weil sie der verbreiteten Befürchtung entgegentritt, dass verstärkte Polizeipräsenz in bestimmten Vierteln automatisch zu Racial Profiling und unverhältnismäßiger Kontrolle führt – und stattdessen aufzeigt, dass Wirksamkeit und Fairness gleichzeitig möglich sind.