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Thursday, 21. May 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Kohleverschmutzung mindert Solarstromertrag – Studie belegt Doppelschaden

Eine Studie der Universitäten Oxford und UCL belegt, dass Kohleverschmutzung Solaranlagen doppelt schadet: Ruß- und Feinstaubpartikel verringern sowohl die Sonneneinstrahlung in der Atmosphäre als auch die Modulleistung durch Ablagerungen. Für Mecklenburg-Vorpommern, das auf dem Weg zum führenden Solarstandort im Norden ist, bedeutet das: Jeder Schritt weg von der Kohle steigert messbar die Wirtschaftlichkeit bestehender und geplanter Solaranlagen. Bürgerenergiegenossenschaften und Kommunen in der Region profitieren damit doppelt – durch niedrigere CO₂-Emissionen und höhere Solarerträge zugleich. Die Erkenntnisse liefern ein weiteres sachliches Argument dafür, den Kohleausstieg konsequent und zügig voranzutreiben.

Die Studie macht sichtbar, dass fossile Energieträger nicht nur durch CO2-Emissionen schaden, sondern auch aktiv die Leistungsfähigkeit erneuerbarer Energien untergraben – ein systemischer Fehlanreiz zulasten der Allgemeinheit. Wer für den Erhalt von Kohlekraftwerken eintritt, blockiert damit doppelt die Energiewende: durch Emissionen und durch verminderte Solarerzeugung. Für eine offene Gesellschaft bedeutet das: Transparenz über diese versteckten Kosten der Kohle ist ein zentrales demokratisches Anliegen.

Für Mecklenburg-Vorpommern, das zu den führenden Bundesländern bei erneuerbaren Energien zählt und kaum eigene Kohlekraftwerke betreibt, ist dies grundsätzlich eine gute Nachricht – die regionale Solarausbeute profitiert bereits vom weitgehend sauberen Küstenluft-Vorteil. Bürgerenergiegenossenschaften in MV sollten die Studie kennen, denn sie liefert zusätzliche Argumente für Investitionen in Solaranlagen im ländlichen Raum, wo Luftqualität noch besser ist als in industrienahen Regionen. Konkret lohnt es sich, Standortanalysen für Freiflächen-PV um Luftqualitätsdaten zu ergänzen, um Ertragsprognosen zu schärfen und Fördermittel zielgenauer einzusetzen.