Lokale Wirtschaft
Konservative Intellektuelle distanzieren sich von Trump
Frühere Unterstützer aus dem konservativen Intellektuellenmilieu Trumps bezeichnen dessen Regierungsstil zunehmend als 'Herrschaft des verrückten Königs'. Anlass ist vor allem der Krieg gegen den Iran, der ohne reguläre sicherheitspolitische Beratungsprozesse entschieden worden sein soll. Auch der in Budapest lebende Publizist Rod Dreher, der als Brückenfigur zwischen Orbáns Ungarn und der MAGA-Bewegung gilt, schließt sich dieser Kritik an.
Wenn ehemalige Verbündete öffentlich den Autoritätsverlust eines demokratisch gewählten Präsidenten benennen, ist das ein Zeichen funktionierender kritischer Öffentlichkeit. Solche innerkonservativen Debatten sind für offene Gesellschaften wertvoll, weil sie zeigen, dass demokratische Kontrolle nicht nur von politischen Gegnern, sondern auch aus dem eigenen Lager eingefordert werden kann.
Der Artikel beleuchtet, wie politische Loyalitäten zerbrechen, wenn Entscheidungsstrukturen personalisiert und undurchsichtig werden. Für die demokratiepolitische Debatte ist relevant, dass selbst ideologisch nahestehende Beobachter institutionelle Mindeststandards – wie sicherheitspolitische Beratungsverfahren – einfordern.