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Wednesday, 22. April 2026
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Künstliche Erdbeben im Gotthardmassiv für die Forschung

Im Schweizer Gotthardmassiv haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen des Projekts FEAR erfolgreich ein kontrolliertes künstliches Erdbeben ausgelöst. Das Experiment zielt darauf ab, die Entstehung und den Verlauf von Erdbeben grundlegend besser zu verstehen. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten künftig helfen, Erdbebenschäden präziser vorherzusagen und wirksame Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

Erdbeben gehören zu den zerstörerischsten Naturkatastrophen weltweit – ein besseres Verständnis ihrer Mechanismen kann Leben retten und Infrastruktur schützen. Kontrollierte Laborexperimente im realen Gestein ermöglichen Einblicke, die reine Computersimulationen nicht liefern können. Damit leistet diese Forschung einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Resilienz gegenüber Naturgefahren.

Das Experiment steht exemplarisch für einen neuen Ansatz in der Geophysik: Statt nur zu beobachten, greifen Forschende aktiv ein, um Prozesse kontrolliert zu untersuchen. Solche Erkenntnisse fließen direkt in die Entwicklung besserer Frühwarnsysteme und Baustandards ein. Langfristig profitieren davon besonders dicht besiedelte Regionen in erdbebengefährdeten Gebieten weltweit.