Laage: Noch bis 30. April Ideen für Bürgerhaushalt einreichen
Bürgerhaushalte sind eines der wenigen Instrumente, das Mitsprache auch für Menschen ohne politische Vernetzung oder Lobby ermöglicht – also genau für jene, die in kommunalen Entscheidungsprozessen sonst kaum vorkommen. Gerade in kleineren ostdeutschen Städten wie Laage, wo bürgerschaftliches Engagement historisch durch Misstrauen gegenüber staatlichen Strukturen geprägt ist, kann ein solches Angebot echte Teilhabe fördern. Die Frage ist, ob die 20.000 Euro und der Beteiligungsprozess so gestaltet sind, dass wirklich alle Bevölkerungsgruppen – nicht nur die Gut-Vernetzten – davon wissen und mitmachen können.
Laage macht vor, wie Kommunen Partizipation konkret und niedrigschwellig ermöglichen können – ein Modell, das in der Fläche von MV noch viel zu selten genutzt wird. Entscheidend für den Erfolg ist die Reichweite der Beteiligung: Erreichen die Informationen auch Rentnerinnen, Alleinerziehende oder Menschen ohne Internetzugang? Solche Bürgerhaushalte sind übertragbar auf andere Kleinstädte der Region und könnten mit der richtigen Kommunikation echte Demokratieprojekte von unten werden.