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Friday, 24. April 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Lichtverschmutzung: Wie künstliches Licht Ökosysteme gefährdet

Künstliches Licht aus Straßenlaternen, Werbetafeln und beleuchteten Gebäuden schadet nachweislich Insekten, Fledermäusen und Pflanzen, indem es Schlafrhythmen, Orientierung und Fortpflanzungsverhalten stört. Die wissenschaftliche Evidenz zur Lichtverschmutzung als Umweltproblem gilt als gut belegt und gewinnt zunehmend an Bedeutung für den Naturschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Kommunen und Privatpersonen können durch bedarfsgesteuerte Beleuchtung, warmweißes Licht und abgeschirmte Leuchten wirksam gegensteuern und so einen messbaren Beitrag zum Schutz regionaler Ökosysteme leisten.

Der Schutz von Artenvielfalt und Ökosystemen ist eine gesellschaftliche Gemeinwohlaufgabe, die unmittelbar von kommunalen Entscheidungen abhängt. Die Reduzierung von Lichtverschmutzung ist eine der wenigen Umweltmaßnahmen, die kostenneutral oder sogar kostensparend umgesetzt werden kann – und damit ein niedrigschwelliger Beitrag zur Biodiversitätssicherung.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über einige der dunkelsten Himmelsregionen Deutschlands und beherbergt schutzwürdige Naturräume, in denen Lichtverschmutzung besonders schädlich wirkt. Kommunen in der Region könnten durch Lichtschutzkonzepte und die Umrüstung auf adaptive LED-Beleuchtung sowohl Energie sparen als auch lokale Ökosysteme schützen. Das Thema bietet Anknüpfungspunkte für Bürgerinitiativen und kommunale Naturschutzprojekte.