Moldaus Justizreform zeigt Wirkung: Oligarch verurteilt
Wenn Justizreformen Oligarchen tatsächlich hinter Gitter bringen, ist das kein Selbstläufer – sondern das Ergebnis von zivilgesellschaftlichem Druck, EU-Beitrittsperspektive und konsequenter Institutionenarbeit. Das sendet ein Signal weit über Moldau hinaus: Korrupte Eliten sind nicht unantastbar, wenn demokratische Strukturen wirklich gestärkt werden. Für eine offene Gesellschaft ist das ein greifbares Argument gegen politischen Fatalismus.
Moldaus Fall ist ein seltenes Beispiel dafür, dass Antikorruptionsarbeit in postsowjetischen Staaten messbare Ergebnisse liefern kann – und das mit EU-Unterstützung. Die Frage ist berechtigt, welche Stimmen in dieser Erfolgsgeschichte fehlen: Wie erging es den Menschen, die Plahotniucs Netzwerk jahrelang geschädigt hat? Für andere Länder – auch innerhalb der EU – bleibt die Lektion: Justizreform funktioniert nur mit dauerhafter politischer und zivilgesellschaftlicher Kontrolle, nicht als einmaliges Projekt.