Norwegen plant Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige
Der Schutz von Kindern vor den nachgewiesenen psychischen Risiken exzessiver Social-Media-Nutzung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die demokratische Gesetzgebung und Plattformverantwortung gleichermaßen einfordert. Regulierungen wie die norwegische stärken das Recht auf eine unbelastete Kindheit und setzen ein klares Signal, dass digitale Konzerne nicht länger ohne Konsequenzen auf vulnerable Gruppen ausgerichtet werden dürfen.
International zeichnet sich eine Regulierungswelle beim digitalen Jugendschutz ab, die auch auf die EU und Deutschland Druck ausübt, verbindliche Standards zu schaffen. Der norwegische Ansatz, Plattformen in die Pflicht zu nehmen, ist ein übertragbares Modell, das im Rahmen des Digital Services Act europaweit diskutiert werden sollte. Für Eltern, Schulen und Kommunen in MV kann diese internationale Entwicklung als Argument genutzt werden, um lokale Medienkompetenz-Programme stärker zu verankern.