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Tuesday, 28. April 2026
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Philippinen führen ASEAN-Klimablock vor COP31 in der Türkei

Die Philippinen arbeiten daran, die ASEAN-Staaten vor dem UN-Klimagipfel COP31 in der Türkei zu einer gemeinsamen Position zusammenzuführen. Kernthemen sind Klimafinanzierung, der Verlust-und-Schaden-Fonds sowie eine gerechte Energiewende für Entwicklungsländer. Die Region nutzt ihre diplomatische Stellung, um den entscheidenden Schritt von abstrakten Klimaversprechen hin zu konkreter Umsetzung voranzutreiben. Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern dabei eine ambitioniertere Haltung beim Ausstieg aus fossilen Energieträgern.

Eine geeinte Position der ASEAN-Staaten stärkt die Verhandlungsmacht des Globalen Südens bei Klimagipfeln und kann konkrete Finanzierungszusagen reicher Industrienationen einfordern. Funktionierende internationale Klimafinanzierung ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass Klimaschutz weltweit gerecht und wirksam umgesetzt werden kann. Die Einbindung der Zivilgesellschaft in die Kritik zeigt, dass demokratische Kontrolle auch in der Klimadiplomatie eine wichtige Rolle spielt.

COP31 wird zeigen, ob der Globale Süden seine kollektive Verhandlungsmacht in verbindliche Finanzzusagen umwandeln kann. Für Deutschland und Europa bedeutet eine gestärkte ASEAN-Klimakoalition mehr Druck, Klimafinanzierungszusagen tatsächlich einzulösen. Der Verlust-und-Schaden-Fonds, dessen Gremium auf den Philippinen sitzt, könnte zum Modell für gerechte globale Klimakompensation werden und auch Impulse für die europäische Klimapolitik setzen.