Protest gegen KI-Überwachung im Görlitzer Park
Überwachung im öffentlichen Raum trifft nicht alle gleich: Erfahrungen aus vielen Ländern zeigen, dass KI-Gesichtserkennung überproportional Menschen mit dunkler Hautfarbe und marginalisierte Gruppen fehlidentifiziert. Wer in einem Staat aufgewachsen ist, der flächendeckend überwacht hat, weiß: Das Versprechen 'nur für Sicherheit' ist keine Garantie. Zivilgesellschaftlicher Protest ist hier ein wichtiges Korrektiv gegenüber technologischen Schnellschüssen.
Der Protest zeigt, dass Bürgerrechtsfragen rund um digitale Überwachung zunehmend auf die Straße getragen werden – ein Zeichen funktionierender Zivilgesellschaft. Für Mecklenburg-Vorpommern stellt sich dieselbe Frage: Wenn Kommunen über neue Überwachungstechnologien nachdenken, braucht es frühzeitig breite öffentliche Debatten und klare rechtliche Grenzen. Das Berliner Beispiel kann Blaupause sein für lokales Engagement gegen unkontrollierte Überwachungsausweitung.