Sonstiges
Rekordsubventionen für Holzverbrennung: Fast 1 Mrd. Pfund für Drax
Der britische Energiekonzern Drax erhielt 2025 laut dem Klimaforschungsinstitut Ember Rekordsubventionen von fast einer Milliarde Pfund für die Stromerzeugung aus Holzpellets. Seit 2012 summieren sich die staatlichen Förderungen auf etwa 8,7 Milliarden Pfund, obwohl die Nachhaltigkeit der verwendeten Holzpellets umstritten ist. Jeder britische Haushalt trägt demnach jährlich rund 13 Pfund zu diesen Zahlungen bei. Die Debatte über die Einordnung von Biomasse als erneuerbare Energie gewinnt damit erneut an Schärfe.
🔍 Einordnung
Die Förderung von Biomasse als erneuerbare Energie steht exemplarisch für die Schwierigkeit, Klimaschutz und tatsächliche Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Eine kritische Überprüfung von Subventionskriterien stärkt die demokratische Kontrolle über öffentliche Mittel und schützt das Vertrauen in die Energiewende. Transparente Debatten über solche Förderpraktiken sind essenziell für eine glaubwürdige Klimapolitik.
💡 Perspektive
Der Fall Drax zeigt, wie wichtig eine wissenschaftlich fundierte Definition von Nachhaltigkeit in der Energiegesetzgebung ist. Ähnliche Fragen stellen sich auch in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern, wo Biomassenutzung Teil der regionalen Energiestrategie ist. Eine Reform der Förderkriterien könnte sicherstellen, dass Subventionen tatsächlich zur CO₂-Reduktion beitragen und nicht kontraproduktiv wirken.