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Wednesday, 22. April 2026
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Lokale Wirtschaft

Schüler als Verkehrserzieher: Kinder konfrontieren Raser

Schülerinnen und Schüler der Paul-Klee-Schule in Lübeck haben persönliche Briefe an Raserinnen und Raser verfasst und verteilen diese gemeinsam mit der Polizei bei Geschwindigkeitskontrollen. Das Projekt entstand als Reaktion auf einen Anstieg von Verkehrsunfällen im Umfeld der Schule. Autofahrende erhalten je nach gemessener Geschwindigkeit entweder Lob oder Kritik aus Kinderperspektive.

Wenn Kinder als Botschafter für Verkehrssicherheit auftreten, entsteht eine emotionale Direktheit, die amtliche Verwarnungen selten erreichen. Das Projekt stärkt zugleich das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler und fördert zivilgesellschaftliches Engagement im öffentlichen Raum.

Das Modell aus Lübeck zeigt, wie Schulen und Polizei gemeinsam wirksame Präventionsarbeit leisten können, die über klassische Verkehrserziehung hinausgeht. Vergleichbare Ansätze wären auch für Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern übertragbar, wo Schulwegssicherheit in ländlichen Regionen oft ein unterschätztes Problem darstellt.