Regional MV
Schulabschluss in MV: Noch zu viele gehen ohne – doch der Trend stimmt
In Mecklenburg-Vorpommern verlassen noch immer überdurchschnittlich viele junge Menschen die Schule ohne Abschluss – 8,2 Prozent gegenüber 6,2 Prozent im Bundesschnitt. Der Rückgang um 1,8 Prozentpunkte seit 2015 zeigt, dass Fördermaßnahmen wirken, reicht aber nicht aus. Entscheidend wird sein, ob die Unterstützung auch in dünn besiedelten Gemeinden abseits der Kreisstädte tatsächlich ankommt – und nicht nur auf dem Papier steht. Schulen, Sozialarbeit und Jugendhilfe im ländlichen Raum brauchen dafür verlässliche Ressourcen, nicht nur befristete Projektgelder.
Fuer junge Menschen in MV bedeutet ein fehlender Schulabschluss oft den Einstieg in eine Spirale aus schwieriger Ausbildungssuche, unsicherer Beschaeftigung und geringem Einkommen – gerade in einem Land, das dringend Fachkraefte braucht. Die Verbesserung seit 2015 zeigt jedoch, dass gezielte Massnahmen wirken: Schulsozialarbeit, fruehe Foerderung und Praxisklassen koennen Jugendliche auffangen, bevor sie das System ohne Abschluss verlassen. Kommunen wie Rostock und Schwerin, die auf individuelle Begleitung und engere Vernetzung zwischen Schule, Jugendarbeit und Betrieben setzen, liefern dabei vielversprechende Ansaetze, die landesweit staerker genutzt werden koennten.