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Saturday, 25. April 2026
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Regional MV

Trockener Frühling bedroht Maisernte in MV

Der trockene Frühling 2025 gefährdet die Maisernte in Mecklenburg-Vorpommern: Ohne ausreichenden Regen in den nächsten Wochen drohen Landwirten wie Michael Frese aus Werder bei Altentreptow massive Ernteverluste auf Dutzenden Hektar. Das ist kein Einzelfall, sondern zeigt, wie dringend Betriebe in der Fläche konkrete Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel brauchen – nicht nur schöne Worte auf Konferenzen. Regionale Beratungsangebote, Rückhaltesysteme für Regenwasser und unkomplizierte Soforthilfen wären jetzt gefragt, bevor die nächste Ernte ausfällt und die nächste Pressemitteilung kommt.

Trockene Frühjahre treffen Landwirte in MV nicht zum ersten Mal – aber die Häufung solcher Extremperioden ist ein strukturelles Problem, das Ernährungssicherheit und Einkommen ganzer Familienbetriebe bedroht. Wer auf dem Land lebt und arbeitet, spürt solche Krisen unmittelbar und ohne Puffer. Politische Antworten auf den Klimawandel müssen bei denen ankommen, die auf den Feldern stehen – nicht nur in Förderanträgen enden.

Für die ländlichen Regionen zwischen Altentreptow und Ludwigslust ist Trockenheit kein abstraktes Klimaphänomen, sondern bares Geld und harte Arbeit, die umsonst sein können. Beregnung, trockenheitsresistente Sorten und kommunale Wasserplanung sind keine Zukunftsthemen mehr, sondern überfällige Aufgaben für jetzt. Es braucht keine weiteren Studien – es braucht Unterstützung, die die Betriebe noch vor der nächsten Dürresaison erreicht.