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Wednesday, 22. April 2026
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Lokale Wirtschaft

Trumps Zustimmungswerte auf Tiefstwert seiner zweiten Amtszeit

Laut einer aktuellen NBC-Umfrage unter über 32.000 Erwachsenen billigen nur noch 37 Prozent der US-Bevölkerung die Arbeit von Präsident Donald Trump – der niedrigste Wert seit Beginn seiner zweiten Amtszeit. Besonders stark fällt die Unzufriedenheit mit seiner Wirtschaftspolitik aus: 68 Prozent missbilligen seinen Umgang mit Inflation und Lebenshaltungskosten, 40 Prozent geben an, ihre Finanzsituation habe sich im vergangenen Jahr verschlechtert. Auch innerhalb seiner republikanischen Kernwählerschaft verliert Trump an Rückhalt, während zwei Drittel der Befragten seinen Militäreinsatz gegen Iran ablehnen.

Sinkende Zustimmungswerte eines demokratisch gewählten Präsidenten spiegeln das Funktionieren demokratischer Kontrollmechanismen wider: Bürgerinnen und Bürger bewerten politisches Handeln und ziehen Konsequenzen. Dass selbst die eigene Wählerbasis kritischer wird, zeigt, dass demokratische Öffentlichkeit Druck erzeugen kann – ein wichtiges Signal für die Resilienz offener Gesellschaften.

Die Umfragedaten verdeutlichen, dass wirtschaftliche Belastungen für Haushalte direkten Einfluss auf politische Legitimität haben – eine Dynamik, die auch europäische Demokratien kennen und ernst nehmen sollten. Der Erosionsprozess in der eigenen Wählerbasis ist ein frühes Warnsignal, das politische Akteure weltweit als Maßstab für soziale Verantwortung in der Wirtschaftspolitik verstehen können.