Direkt zum Inhalt
faktisch.
Tuesday, 21. April 2026
Ticker
Sonstiges

Umfrage: Mehrheit setzt auf Erneuerbare für Energieresilienz

Eine repräsentative Umfrage unter 5.000 Bundesbürgern zeigt, dass fast 94 Prozent Deutschland als krisenanfällig im Energiebereich einschätzen. Als wichtigste Maßnahmen für mehr Resilienz sehen 62 Prozent den Ausbau von Netzen und Speichern sowie 56 Prozent den Ausbau erneuerbarer Energien. Auffällig ist ein regionales Gefälle: Während in Schleswig-Holstein rund 64 Prozent den Erneuerbaren-Ausbau befürworten, sind es in Sachsen nur etwa 39 Prozent. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit regionaler Dialogformate, um Akzeptanz für die Energiewende zu stärken.

Die Umfrage offenbart eine gesellschaftliche Debatte, in der Energiesicherheit und Unabhängigkeit zwar breit gewünscht werden, der Weg dorthin aber umstritten bleibt. Das regionale Meinungsgefälle zeigt, dass die Energiewende als gesamtgesellschaftliches Projekt noch stärkere Dialogarbeit in ostdeutschen Bundesländern benötigt. Eine fundierte, breite Akzeptanz ist entscheidend für das Gelingen der Transformation.

Die Umfrageergebnisse sind ein Signal für die Energiepolitik: Investitionen in Netze und Speicher genießen die höchste Zustimmung und könnten als Konsensthema für überparteiliche Lösungen dienen. Für Mecklenburg-Vorpommern, das als ostdeutsches Flächenland von der Skepsis gegenüber Erneuerbaren betroffen ist, bedeutet dies eine Chance, lokale Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung beim Ausbau stärker in den Vordergrund zu stellen.