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Thursday, 23. April 2026
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USA: Rekordhoch bei Buchverboten in Bibliotheken 2025

In den USA wurden 2025 über 5.600 Bücher aus öffentlichen Bibliotheken verboten – ein Rekordwert, der zeigt, wie organisiert der Druck auf freien Wissenszugang geworden ist. Besonders betroffen sind Bücher, die gesellschaftlich schwierige Themen wie Menschenhandel und Diskriminierung ansprechen. Für Mecklenburg-Vorpommern ist das ein Anlass zur Selbstreflexion: Unsere Bibliotheken – gerade in der Fläche, in Parchim, Lübz oder Grabow – sind oft die einzigen niedrigschwelligen Orte, wo Menschen aller Altersgruppen unabhängig an Wissen kommen. Dieses Netz verdient aktive Unterstützung durch Kommunen und Zivilgesellschaft, bevor es still erodiert.

Freier Zugang zu Büchern und Wissen ist eine Grundlage demokratischer Gesellschaften und kritischen Denkens. Wenn staatlich geförderte Bibliotheken systematisch Bücher entfernen, wird das Recht auf Information und Bildung eingeschränkt – besonders für junge Menschen ohne alternative Zugangswege. Dieser Trend in den USA wird international als Warnsignal für den Zustand der Meinungs- und Informationsfreiheit wahrgenommen.

Die Entwicklung in den USA zeigt, wie kulturpolitischer Druck auf öffentliche Institutionen die Informationsfreiheit aushöhlen kann. Für Bibliotheken und Bildungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland ist dies ein Anlass, den eigenen Auftrag zur Informationsfreiheit zu stärken und entsprechende Schutzstrukturen zu diskutieren. Bibliotheken als demokratische Orte des offenen Wissens brauchen gesellschaftliche Rückendeckung und klare politische Bekenntnisse.