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Thursday, 30. April 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Wenn abgehängte Orte zu Ankunftsorten für Migranten werden

Eine Studie mit 90 Interviews in acht deutschen Stadtvierteln zeigt, dass strukturschwache Quartiere zunehmend als Ankunftsorte für internationale Zuwanderer dienen. Ressourcenknappheit und negative Ortsbilder können soziale Spannungen verstärken, jedoch eröffnen sich gleichzeitig neue Potenziale für gemeinschaftliches Zusammenleben. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen vielen ländlich-peripheren und schrumpfenden Regionen sind diese Erkenntnisse besonders relevant, da gezielte Unterstützungsstrategien sowohl alteingesessene Bewohner als auch Zugewanderte stärken könnten.

Die Studie macht sichtbar, dass Integrationspolitik nicht nur Grossstädte in den Blick nehmen darf. Strukturschwache Regionen stehen vor der doppelten Herausforderung, den eigenen Niedergang zu bewältigen und gleichzeitig Ankommende zu integrieren – oft mit weniger Geld, weniger Infrastruktur und dem Gefühl, selbst vergessen worden zu sein. Die Ergebnisse unterstreichen, dass erfolgreiche Integration auch Investitionen in benachteiligte Orte insgesamt erfordert.