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Thursday, 23. April 2026
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Wind und Solar senken EU-Strompreise um 25 Prozent

Erneuerbare Energien haben die Strompreise in der EU im Vergleich zu einem rein gasdominierten Markt um rund 25 Prozent gesenkt – ein messbarer Effekt, der zeigt, dass der Ausbau von Wind- und Solarenergie direkt an der Haushaltskasse ankommt. Für Mecklenburg-Vorpommern als windenergiestarkes Bundesland bedeutet das: Die Region produziert bereits heute erhebliche erneuerbare Kapazitäten, profitiert aber nicht automatisch davon, solange Erdgas weiterhin als Preisanker an den Strombörsen wirkt. Solange der Markt so strukturiert ist, dass eine einzige teure Kilowattstunde Gas den Preis für alle setzt, reicht mehr Windkraft allein nicht aus. Neben dem weiteren Ausbau braucht es daher auch eine Reform der Marktstrukturen, damit günstig erzeugter Strom aus der Region auch günstig bei den Menschen ankommt.

Günstigerer Strom durch erneuerbare Energien entlastet Haushalte und Unternehmen und stärkt die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit gegenüber volatilen Gasmärkten. Zugleich zeigt das Beispiel Spaniens und Portugals, dass eine konsequente Ausbaustrategie konkret messbare Ergebnisse für die Gesellschaft liefert.

Für Mecklenburg-Vorpommern als eines der führenden Windenergie-Bundesländer unterstreicht diese Entwicklung den Standortvorteil erneuerbarer Energien. Der beschleunigte Ausbau von Wind- und Solarkapazitäten kann die Region langfristig von Energiepreisschwankungen unabhängiger machen und lokale Wertschöpfung sichern.