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Friday, 24. April 2026
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Zehn Jahre Kinderstation Anklam: Bestand trotz Kostendruck

Die Kinderstation am AMEOS Hanse Klinikum Anklam besteht seit zehn Jahren und soll trotz erheblichem Kostendruck erhalten bleiben. Die Klinikleitung plant, das stationäre Angebot durch ambulante Versorgungsformen zu ergänzen, um Familien in Vorpommern besser erreichen zu können. In einer Zeit, in der ländliche Kinderstationen vielerorts schließen, ist dieses Bekenntnis zum Standort für die dünn besiedelte Region ein konkretes und wichtiges Signal. Entscheidend wird sein, ob die angekündigten ambulanten Angebote auch in der Fläche ankommen und nicht nur in der Kreisstadt verfügbar sind.

Eine funktionierende Kinderstation im ländlichen Vorpommern ist keine Selbstverständlichkeit – sie entscheidet darüber, ob Familien bei akuten Erkrankungen stundenlange Fahrten in Kauf nehmen müssen oder wohnortnahe Versorgung bekommen. Das Bekenntnis zum Standort stärkt das Vertrauen in die regionale Gesundheitsinfrastruktur, die gerade in strukturschwachen Gebieten oft als erstes weggespart wird.

Für Vorpommern ist der Erhalt dieser Station konkret: Eltern aus Anklam und Umgebung sind auf kurze Wege angewiesen, denn alternative Kinderkliniken liegen in Greifswald oder Neubrandenburg. Entscheidend wird sein, ob die angekündigten ambulanten Angebote tatsächlich die Lücken schließen, die zwischen stationärer Versorgung und langen Wartezeiten beim Kinderarzt klaffen – oder ob es bei einer Pressemitteilung zum Jubiläum bleibt.