Zehn Jahre Kinderstation Anklam: Bestand trotz Kostendruck
Eine funktionierende Kinderstation im ländlichen Vorpommern ist keine Selbstverständlichkeit – sie entscheidet darüber, ob Familien bei akuten Erkrankungen stundenlange Fahrten in Kauf nehmen müssen oder wohnortnahe Versorgung bekommen. Das Bekenntnis zum Standort stärkt das Vertrauen in die regionale Gesundheitsinfrastruktur, die gerade in strukturschwachen Gebieten oft als erstes weggespart wird.
Für Vorpommern ist der Erhalt dieser Station konkret: Eltern aus Anklam und Umgebung sind auf kurze Wege angewiesen, denn alternative Kinderkliniken liegen in Greifswald oder Neubrandenburg. Entscheidend wird sein, ob die angekündigten ambulanten Angebote tatsächlich die Lücken schließen, die zwischen stationärer Versorgung und langen Wartezeiten beim Kinderarzt klaffen – oder ob es bei einer Pressemitteilung zum Jubiläum bleibt.