Mieterstrom-Modell scheitert deutschlandweit an IT und Bürokratie
Mieterstrom könnte Millionen Haushalte direkt an der Energiewende beteiligen und gleichzeitig Energiekosten senken – beides stärkt gesellschaftliche Teilhabe und soziale Gerechtigkeit. Dass dies an vermeidbaren technischen und bürokratischen Hürden scheitert, ist ein demokratiepolitisches Problem: Bürgerinnen und Bürger werden von einer Teilnahme an der dezentralen Energieversorgung ausgeschlossen. Der Befund macht deutlich, dass Infrastrukturverantwortung auch digital gedacht werden muss.
Die Studie liefert belastbare Daten, die politischen Handlungsdruck erzeugen können. Eine stärkere Bundesnetzagentur und standardisierte IT-Prozesse wären konkrete, umsetzbare Schritte. Für Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern mit vielen Plattenbausiedlungen und Wohnungsbaugesellschaften bietet das Modell besonderes Potenzial – sofern die strukturellen Hindernisse abgebaut werden.