Ungarn wählt Europa: Magyar besiegt Orbán nach 16 Jahren
Der Machtwechsel in Budapest stärkt die demokratische Kohäsion der Europäischen Union und beseitigt einen der zentralen Blockadepunkte in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. Für eine offene Gesellschaft in Europa bedeutet dieses Ergebnis, dass Rechtsstaatlichkeit und gemeinsame Werte wieder als handlungsleitende Prinzipien im zweitgrößten ostmitteleuropäischen EU-Mitgliedstaat Einzug halten können.
Der Wahlausgang in Ungarn ist ein Signal, das über Landesgrenzen hinaus wirkt: Er zeigt, dass demokratische Opposition auch in einem über Jahre systematisch geschwächten Mediensystem Mehrheiten gewinnen kann. Für Mecklenburg-Vorpommern und andere ostdeutsche Regionen, die selbst mit dem Erstarken populistischer Kräfte konfrontiert sind, liefert das ungarische Beispiel wichtige Erkenntnisse über Mobilisierung und zivilgesellschaftliches Engagement.